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Artischocke

In der Küche ist die Artischocke eine Delikatesse. In wissenschaftlichen Untersuchungen haben sich Extrakte von Artischockenblättern auch als Arzneimittel gegen Völlegefühl, Blähbauch und erhöhte Cholesterinspiegel hervorgetan.

Bittere Wirkstoffe für die Leber

Extrakte von Artischockenblättern treiben die Leber zur vermehrten Gallebildung und -ausschüttung an. Verantwortlich dafür sind bitter schmeckende Inhaltsstoffe. Der vermehrte Gallefluss verbessert entscheidend die Fettverdauung und entspannt verkrampfte Gallenwege und Darmabschnitte.

Blutfettwerte sinken

Eine weitere Wirkung konnte erst in letzter Zeit aufgedeckt werden: Extrakte der Arzneipflanze vermögen den Cholesterinspiegel des Blutes um 10 bis 15 Prozent zu senken. Die Senkung ist dabei umso deutlicher, je höher der Spiegel vor Beginn der Einnahme des Pflanzenextraktes war. Die Wirkung tritt nicht unmittelbar, sondern mit einer Verzögerung von etwa ein bis zwei Wochen ein. Ein maximaler Effekt lässt sich deshalb erst nach vier bis sechs Wochen messen.

Ohne Nebenwirkungen

Vermutlich wirkt der Artischockenextrakt auf zweierlei Weise. Zum einen erhöht der Extrakt die Galleproduktion in der Leber und fördert damit die Cholesterin-Entsorgung. Die Leber baut nämlich Cholesterin zu Gallensäuren ab, die dann mit der Galle über den Darm aus dem Körper ausgeschleust werden. Zum zweiten bremst der Extrakt die körpereigene Neubildung von Cholesterin in der Leber. Die Verträglichkeit von Artischockenblätterextrakt ist dabei ungewöhnlich gut. Nebenwirkungen wurden auch bei Langzeitanwendungen nicht beobachtet.

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